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Artikel nach Datum gefiltert: Donnerstag, 26 Oktober 2017

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Verlobte des Frauenmörders Imiela meldet sich zu Wort - Treffen mit Ulrike Roland in Hamburg

Ulrike Roland 26.10.2017 HamburgVier Stunden lang saßen wir in einem Hamburger Restaurant und wurden es nicht müde, uns angeregt miteinander zu unterhalten.

Eine schlimme Zeit durchlebte Ulrike Ende der 60er und Anfang der 70er, ein wahres Martyrium. So oft haben wir einander schon getroffen, telefonieren auch heute noch regelmäßig. Aber sie jammerte oder beklagte sich nie.

In den Jahren nach ihrer Untersuchungshaft und dem ganzen Presserummel versuchte sie stets, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Heute lebt sie in einfachen Verhältnissen, strahlt aber dennoch eine tiefe Würde aus. Ich empfinde es immer wieder als erfrischend, Ulrike Roland zu treffen. Man kann gar nicht anders, sie ist eine Frau, die man einfach in sein Herz schließen muss. In ihrer bescheidenen und liebenswürdigen Art ist sie uneingeschränkt freundlich zu jedermann, dem sie begegnet.

Für alles und jeden findet sie offene Worte. Sogar über sich selbst.

 

Es waren die schönen Momente, an die sie sich zurückerinnerte. Diese nahmen den ganzen Raum in ihrer Gedankenwelt ein, malten sie bunt und ließen Erinnerung aufkommen, in denen das Licht heller strahlte, als es in Wirklichkeit der Fall war.

Ich fragte mich: Kann man den anderen Teil einfach so ausblenden? Kann ein Mensch blind sein gegenüber den Erlebnissen, die Trauer, Enttäuschung, Unsicherheit oder Unverständnis hervorriefen? Oder tut er es, um sich einfach nur selbst zu schützen?

Arwed tat Dinge, die Ulrike nicht verstand, aber sie hinterfragte sie auch nicht. Sie tat, was er von ihr verlangte, als wolle sie um jeden Preis an ihrem Glück festhalten.

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