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Nadine Witt

Flüchtling Hans Grunst

Flüchtlinge.

Diese sind nicht nur ein Thema der heutigen Zeit. Dies weiß Zeitzeuge Hans Grunst nur zu gut, denn er war selbst mal einer. Seine ursprüngliche Heimat liegt im heutigen Polen. Diese ließ er vor 70 Jahren zurück.

Hans war noch ein kleiner Junge, als er mit seinen Eltern aus Rügenwalde vertrieben wurde. Bevor die Russen einfielen, flüchteten sie mit dem letzten Schiff auf der Ostsee nach Fehmarn. Nur zu gut kann er sich noch an das laute Heulen der Sirenen erinnern, die vor Fliegerbomben warnten. Die Angst vor dem Ungewissen und der unsicheren Zukunft waren hartnäckige Begleiter.

Doch zieht er im Großen und Ganzen eine positive Bilanz: hilfsbereite und freundliche Menschen sind ihm noch in guter Erinnerung.

Hans feiert in Kürze Geburtstag. Wenn ein Mensch seit 78 Jahren auf dieser Erde lebt, dann kann er auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken. In seinen Erinnerungen finden sich viele schöne Momente, aber auch schmerzliche.

Hans hat seinen Lebensmut jedoch nie verloren, ist heute ein glücklicher und zufriedener Mensch. Seine Lebensweisheit: „Man muss das Beste aus allem machen. Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken“, sagte er und lächelte. „Außerdem bin ich an einem Sonntag geboren. Und Sonntagskinder haben oftmals Glück“, ist er sich sicher.

Ich glaubte ihm sofort. Hans ist authentisch. Heute ließ er mich erneut teilhaben an seinen Erinnerungen. Wir setzten uns auf sein gemütliches Sofa, und er fing an zu erzählen.

Es ist immer wieder spannend, ihm zu lauschen. Ich habe mich bereits oft mit Hans unterhalten, und ihm fällt stets etwas Neues zu berichten ein. Vor allem der einstige „Millionär von Fehmarn“, Arwed Imiela, lässt uns dabei nie los. Dieses Thema ist noch lange nicht vom Tisch.

Nicht nur Hans, auch Arwed Imiela war ein Vertriebener aus seiner Heimat. Und nicht nur ihn, sondern auch zwei der ermordeten Frauen hatte Hans gekannt. Die einstige Verlobte, Ulrike Roland, brachte seiner Tochter sogar das Laufen bei. Nach der Verhaftung Imielas brach auch der Kontakt zu Ulrike ab.

Erst durch das Buch „Der Blaubart von Fehmarn“ änderte sich dies. Ulrike möchte uns bald wieder auf Fehmarn besuchen kommen. Darauf freue ich mich schon sehr. Noch immer beschäftigen mich viele Fragen, die ich ihr gern stellen möchte.

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Neue Erkenntnisse

Witt Dabelstein 20151007 155328 bearbWitt Dabelstein 20151007 155009 bearb 1400pxDie dunkle Jahreszeit beginnt. Und mit ihr wird es zum Ende des Jahres für mich erneut spannend. Neue Erkenntnisse über den damaligen Frauenmörder Arwed Imiela erreichten mich gemeinsam mit Holger Dabelstein (Polizeidirektor von Ostholstein a.D.).

Mal sehen, was sich aus diesen Informationen machen lässt, denn es sind tatsächlich nicht die einzigen, die mich seit der Veröffentlichung des Buches „Der Blaubart von Fehmarn“ vor zwei Jahren erreichten.

Ich freue mich, dass mich immer noch neue Berichte, Erlebnisse oder Neuigkeiten erreichen. Bei so viel Bewegung in dieser Geschichte bleibt es also weiterhin spannend.

So heißt es für mich: weiterhin wachsam bleiben …

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Saisonstart

Die neue Saison ist gestartet. Damit stehen auch neue Lesungen vor der Tür.

Zeitzeuge Hans Grunst wird uns auch in diesem Jahr begleiten und als Gast einige Veranstaltungen bereichern. Er wird für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen und uns einen kleinen Einblick in seine Erinnerungen aus der Zeit vor über 40 Jahren gewähren. Denn er war hautnah dabei, als sich die Ereignisse auf der Sonneninsel überschlugen. Er war derjenige, der die menschlichen Überreste zweier grausam ermorderter Frauen in der Mördergrube fand.

Ein Serienmörder auf Fehmarn! … Das rüttelte ein medienübergreifendes Interesse wach. Die Ereignisse von einst - Ein Schock für viele Fehmaraner! Auch eine weitere Lesung mit der ehemaligen Verlobten, Ulrike Roland, ist geplant. Sie ist ebenfalls dazu bereit, mit interessierten Besuchern der Lesung ins Gespräch zu kommen. Es verspricht also wieder ein interessantes Jahr zu werden. Termine werden wir an dieser Stelle zeitnah bekannt gegeben.

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